Konfraternität Sankt Petrus Briefe des Cappellanus Generalis

 18. September 2013: 25. Gründungsjubiläum der Priesterbruderschaft Sankt Petrus

Liebe Mitglieder der Konfraternität Sankt Petrus! 

In einem Monat werden wir bereits das 25. Gründungsjubiläum der Priesterbruderschaft Sankt Petrus begehen. Die Feierlichkeiten zu diesem Anlass werden am 18. Oktober hauptsächlich in unserer Pfarrei in Rom stattfinden. An diesem Tag werde ich gemeinsam mit unserem Generaloberen, den anderen Capellani der Konfraternität und den anwesenden Mitgliedern auch ganz besonders für alle Mitglieder der Konfraternität beten, die das Wirken unserer Gemeinschaft weltweit so großherzig begleiten. Auch wenn Sie nicht persönlich nach Rom kommen können, möchte ich Sie dennoch dazu ermuntern, sich diesem Gebetsanliegen am 18. Oktober geistlich anzuschließen.

Es war dem letzten Generalkapitel der Petrusbruderschaft ein Anliegen, den Beterinnen und Betern der Konfraternität auch einen etwas formaleren Rahmen für die Mitgliedschaft anzubieten. Aus diesem Grund werden alle Neumitglieder der Konfraternität zu einer kurzen Zeremonie eingeladen, die in den Apostolaten der Petrusbruderschaft gehalten wird. Auch wenn Sie als Mitglied der Konfraternität herzlich zu dieser Zeremonie eingeladen sind, ist die Teilnahme für jeden freiwillig. Die Feier soll in Zukunft jedes Jahr am Sonntag nach dem 18. Oktober stattfinden.

Im Verlauf der kurzen Zeremonie sprechen die anwesenden neuen Mitglieder, die während des Jahres der Konfraternität beigetreten sind, gemeinsam an der Kommunionbank das Gebet der Konfraternität, worauf sie im Anschluss einen Segen empfangen und das Zertifikat ihrer Mitgliedschaft vom Priester überreicht bekommen.

Eine genaue Erklärung entnehmen Sie bitte untenstehenden Hinweisen.

Im Gebt verbunden grüßt Sie herzlich

P. Armand de Malleray FSSP – Generalkapellanus der Konfraternität
Reading/England, den 18. September 2013

Praktische Hinweise:

Normalerweise sollten Sie in den vergangenen zwölf Monaten eine schriftliche Urkunde erhalten haben, die Ihre Mitgliedschaft in der Konfraternität bestätigt.

Sind Sie nach dem 21. Oktober 2012 Mitglied der Konfraternität geworden, so informieren Sie bitte vor dem 10. Oktober den nächstgelegenen Priester der Petrusbruderschaft, wenn Sie an der Zeremonie für die Mitglieder teilnehmen möchten.

Bitte übergeben Sie das Original Ihrer Mitgliedsurkunde bis spätestens 20. Oktober einem Priester in jener Niederlassung der Petrusbruderschaft, in der Sie an der Zeremonie teilnehmen möchten.

Im Anschluss an die Sonntagsmesse am 20. Oktober wird Sie der Priester darum bitten
1.  zur Kommunionbank vorzutreten und sich hinzuknien und
2.  gemeinsam mit den anderen anwesenden Mitgliedern das Gebet der Konfraternität zu sprechen.
3.  Der Priester erteilt Ihnen hierauf den Segen und überreicht Ihnen wieder das Original Ihrer Mitgliedsurkunde. Danach können Sie wieder in an Ihren Platz zurückkehren.

Häufig gestellte Fragen:

1.  Ich in bereits länger als ein Jahr Mitglied der Konfraternität. Kann ich trotzdem an der Zeremonie teilnehmen?
Da die Zeremonie dieses Jahr zum ersten Mal stattfinden wird, können ausnahmsweise auch Mitglieder der Konfraternität teilnehmen, die bereits vor dem 20. Oktober 2012 aufgenommen wurden.

2.  Ich bin ein neues Mitglied der Konfraternität, aber ich besuche normalerweise die Heilige Messe nicht in einem Apostolat der Petrusbruderschaft. Kann ich trotzdem am 20. Oktober in einer Niederlassung der Petrusbruderschaft an der Zeremonie teilnehmen?
Selbstverständlich gerne. Bitte informieren Sie jedoch rechtzeitig vorher den jeweiligen Priester, damit er Ihr Kommen berücksichtigen kann.

3.  Ich bin Mitglied der Konfraternität, habe jedoch keine Möglichkeit, einen Gottesdienstort der Petrusbruderschaft aufzusuchen. Kann auch irgendein anderer Priester die Zeremonie für mich halten?
Natürlich können Sie das Gebet der Konfraternität auch an in jeder anderen Kirche verrichten und dort den Segen von einem Priester empfangen. Allerdings sollte die eigentliche Zeremonie am 20. Oktober in Anwesenheit eines Priesters der Petrusbruderschaft stattfinden.

4.  Ich fände es schön, wenn am 20. Oktober für die Mitglieder der Konfraternität noch andere Aktivitäten stattfinden würden, z. B. eine Sakramentsandacht oder eine kleine Feier. Wäre das möglich?
Weitergehende Aktivitäten hängen von den Voraussetzungen in den einzelnen Apostolaten ab. Erkundigen Sie sich einfach bei Ihrem Priester der Petrusbruderschaft!

5.  Ich bin ein Neumitglied der Konfraternität, aber ich kann wegen Krankheit, aus beruflichen Gründen oder wegen zu großer Entfernung nicht an der Zeremonie teilnehmen. Hat dies Auswirkungen auf meine Mitgliedschaft?
Die Teilnahme an der Zeremonie ist nicht verpflichtend. Auch wenn Sie am 20. Oktober nicht kommen können, bleiben Sie selbstverständlich Mitglied der Konfraternität! Sie können sich am 20. Oktober auch auf geistige Weise der Feier anschließen.

6.  Ich beabsichtige, der Konfraternität beizutreten. Kann meine Aufnahme am 20. Oktober erfolgen?
Sprechen Sie mit dem für Sie zuständigen Capellanus der Konfraternität. Wenn es möglich ist, Ihnen die Mitgliedsurkunde noch rechtzeitig bis zum 20. Oktober zukommen zu lassen, sollte nach Rücksprache mit Ihrem örtlichen Priester der Bruderschaft Ihrer Aufnahme am 20. Oktober nichts entgegenstehen.

7.  Ich feiere am oder kurz vor dem 20. Oktober meinen 14. Geburtstag. Kann meine Aufnahme am 20. Oktober erfolgen?
Sprechen Sie auch in diesem Fall mit dem für Sie zuständigen Capellanus der Konfraternität. Auch hier gilt: Wenn es möglich ist, Ihnen die Mitgliedsurkunde bis zum 20. Oktober zukommen zu lassen, sollte nach Rücksprache mit Ihrem örtlichen Priester der Bruderschaft Ihrer Aufnahme am 20. Oktober nichts entgegenstehen.

8.  Wo finde ich das Gebet für die Mitglieder der Konfraternität, das ich während der Zeremonie sprechen soll?
Sie können das Gebet im pdf-Format hier herunterladen. Bitte bringen Sie am 20. Oktober ein Exemplar mit.

9.  Ist irgendeine geistliche Vorbereitung auf die Zeremonie vorgesehen.
Obgleich nicht verpflichtend, wäre es zweifelsohne angemessen, vor der Zeremonie zu beichten und die Heilige Kommunion zu empfangen.

10. Werden für die Teilnahme an der Zeremonie irgendwelche Ablässe verliehen?
Ja, alle Mitglieder der Konfraternität, die an der Zeremonie am 20. Oktober teilnehmen, können einen Teilablass gewinnen. Sollte der 20. Oktober auch der Jahrestag Ihrer Aufnahme in die Konfraternität sein, so können Sie an diesem Tag auch einen vollkommenen Ablass unter den üblichen Bedingungen gewinnen.

19. Februar 2013: Sechstes Jahresgedächtnis der Gründung

Liebe Konfraternitätsmitglieder, in der Verehrung unseres Patrons, des hl. Apostels Petrus verbunden, grüße ich Sie ganz herzlich.

In einem Monat werden wir am Freitag, dem 22. Februar, am Thronfest des hl. Apostels Petrus, den sechsten Gründungstag der Konfraternität feiern. Im Namen aller Mitbrüder möchte ich Ihnen aufrichtig danken für Ihren geistlichen Einsatz für unsere Berufungen und unser priesterliches Wirken. Wie Sie wissen, wird unsere junge Gemeinschaft in diesem Sommer ihr 25-jähriges Gründungsjubiläum begehen. In einem Vierteljahrhundert ist sie von 12 auf nahezu 400 Mitglieder angewachsen, die in 116 Diözesen und auf vier Kontinenten im Dienst der Seelen tätig sind. Als schlichte und fehlbare Diener arbeiten wir im Weinberg des Herrn, und die Früchte unserer Arbeit schenkte uns der Herr durch die Kraft der Tradition Seiner Kirche und durch die Gnade der hierarchischen Einheit mit den Nachfolgern Seiner Apostel. Jedoch, gibt es neben diesen beiden Kraftund Gnadenquellen nicht noch eine dritte aus der wir schöpfen, die ohne Zweifel weniger wichtig ist als die ersten beiden, aber entscheidend wichtig für deren segensreichen Nutzen? Ja, die gibt es in der Tat, und diese Quelle sind Sie. Täglich bitten in der Konfraternität rund 3800 Seelen inständig den Herrn, „Arbeiter in seinen Weinberg zu senden“, wie Er selbst es uns geboten hat. Täglich beten Sie, allein oder in der Familie, das wunderbare Konfraternitätsgebet, ein Gebet, das zusammengesetzt ist aus verschiedenen Stellen des traditionellen Messbuchs, welches uns allen so am Herzen liegt. Und von dem Wunsch getragen beim Herrn Gehör zu finden, vertrauen Sie sich auch der Fürsprache der allerseligsten unbefleckt empfangenen Jungfrau an, indem Sie täglich in diesem Anliegen ein Gesätz des Rosenkranzes beten. Schließlich lassen Sie jedes Jahr einmal das hl. Messopfer in den Anliegen der Konfraternität darbringen, und garantieren somit im Schnitt zehn hl. Messen täglich für Berufungen und unseren priesterlichen Dienst.

Da der Herr uns gelehrt hat „aus dem Glauben zu leben“ (Hebr.10,38), wissen wir, dass Ihr stilles Wirken im Hintergrund ein Fundament für die zahlen- und flächenmäßige Expansion unserer kleinen ist; aber noch mehr an Fundament für die übernatürlichen Güter, die der Herr durch die Bruderschaft hervorbringt.

Ohne Ihren treuen Einsatz im täglichen Gebet als Mitglieder der Konfraternität St. Petrus würden wir uns nicht der Gnade erfreuen, so viele Kandidaten in unseren beiden Priesterseminaren ausbilden zu können. Ohne Ihre Fürbitte, wären unsere Priester weniger geschützt vor der christus- und kirchenfeindlichen Welt, und hätten weniger Kraft sich selbst zu heiligen zur größeren Ehre Gottes und zum Heil der Seelen.

Gestatten Sie mir Ihnen etwas anzuvertrauen: Wie ich selbst, so prüfen sich ohne Zweifel auch meine priesterlichen Mitbrüder regelmäßig, welche Mittel es zu ergreifen gilt, um ihren Dienst zu vervollkommnen. Die Hindernisse, die sich hier unserem Eifer in den Weg stellen, sind zahlreich: Schlechter Einfluss der Medien, widernatürliche Gesetzgebungen der Parlamente, Unverständnis gewisser Verantwortlichen in der Kirche, ungeeignete Messzeiten und Kirchengebäude … Aber mit den Jahren erkennt der Priester deutlicher das eigentliche Hindernis, welches sich ihm in den Weg stellt, nämlich seine eigene Lauheit. Er erkennt schmerzlich, dass er nicht ausreichend abgetötet ist, nicht genügend Gebetseifer an den Tag legt, sich zu wenig dem Studium widmet, zu wenig die Armut pflegt und zu wenig die Reinheit beachtet, dass er gehorsamer sein muss und mehr Freude zeigen sollte. Er versteht besser, dass es der Wille Christi ist, die Welt durch ihn, den Priester, zu retten, er aber zu oft den Herrn, die Kirche und die Seelen zu wenig liebt und leichtfertig die Gnade seines Priestertums vergeudet.

Aus diesem Grund, liebe Brüder und Schwestern, ist Ihr Einsatz so wichtig. Ihr Gebet erwirkt beim Herrn ein quantitatives aber auch ein qualitatives Wachsen Ihrer jetzigen und künftigen Priester. Der Teufel sagte einmal zum hl. Pfarrer von Ars: „Würde es drei von deiner Sorte auf der Welt geben, so wäre mein Reich darnieder.“ Nun sind wir mehr als nur drei – und doch wird Herr immer noch so wenig gekannt und so wenig geliebt. Beten und opfern Sie daher, liebe Freunde, dass unsere Seminaristen stets gelehrig und großmütig, sowie unsere Priester stets treu und übernatürlich gesinnt sein mögen. Es ist besser wenige heilige Priester zu haben als viele mittelmäßige. Aber noch besser ist es viele, außerordentlich viele heilige Priester zu haben. Und wer wird behaupten wollen, dass dies nicht der Wille Gottes sei!

Liebe Freunde, wir beten unsererseits ebenso für Sie, für heilige Ehegatten und zölibatär Lebende, für heilige Eltern und Heranwachsende, für heilige Kleriker und Ordensleute, die alle in der Konfraternität vereint sind.

Und Sie beten auch füreinander. Auch wenn Sie noch nicht alle 3800 Mitglieder getroffen haben, so sind sie doch täglich vereint im Gebet, oder zumindest sonntags in der hl. Messe oder ggf. in der monatlichen Anbetung, der Heiligen Stunde. Danken wir dem Herrn für diese gegenseitige Unterstützung und wenden wir uns noch häufiger und mit mehr Eifer an den Himmel.

Abschließend möchte ich Ihnen ankündigen, dass ich noch vor Ostern eine Entscheidung des Generalrates der Petrusbruderschaft bezüglich der Konfraternität bekanntgeben werde, die Sie ermutigen wird. Bis dahin werden Ihre Konfraternitäts-Kapläne weiterhin treu monatlich die hl. Messe in Ihren Anliegen aufopfern. Jährlich am 5. November werden alle Priester (zur Zeit 236) unserer Bruderschaft ein Requiem für die verstorbenen Wohltäter - insbesondere für die verstorbenen Konfraternitätsmitglieder - feiern.

Schließlich darf ich Sie noch an die drei vollkommenen Ablässe erinnern, welche der Heilige Stuhl Ihnen gewährt hat: Am Tag Ihres Eintritts in die Konfraternität, am Fest Petri Stuhlfeier (22. Februar) und am Fest Peter und Paul (29. Juni).

So grüße ich Sie herzlich vereint im hl. Petrus und Unserer Lieben Frau

P. Armand de Malleray FSSP
Cappellanus generalis der Konfraternität St. Petrus

2. Februar 2012: Am Fest Mariä Opferung, Reading (England)

Liebe Mitglieder der Konfraternität St. Petrus,
Mitbrüderliche Grüße in Christus Jesus, unserem Herrn und im hl. Petrus, unserem Patron

Einführung – Anlass dieses Briefes ist der Ausdruck meines Dankes Ihnen gegenüber. In genau drei Wochen feiern wir den fünften Gründungstag der Konfraternität St. Petrus. [Es sei noch darauf hingewiesen, dass in diesem Jahr der Aschermittwoch auf den 22. Februar fällt und daher unser Hochfest Petri Stuhlfeier auf den 23. Februar verschoben wird. Sie können also in diesem Jahr am 23. und nicht am 22. Februar Ihren vollkommenen Ablass unter den üblichen Bedingungen gewinnen.] In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen die Dankbarkeit unserer Priester und Seminaristen zum Ausdruck bringen, für Ihren stetigen Eifer und Ihre großzügige Unterstützung für unseren priesterlichen Dienst und für priesterliche Berufungen für unsere Gemeinschaft.

Geschichtliches – Gemäß einer Entscheidung des vergangenen Generalkapitels (2006) der Priesterbruderschaft St. Petrus wurde die Konfraternität am 22. Februar 2007 gegründet, als Antwort auf Anfragen einiger Gläubigen, die sich einen formellen Zusammenschluss in einer Gemeinschaft wünschten, um noch enger mit dem Wirken unserer Bruderschaft verbunden zu sein. Da wir keine Ordensgemeinschaft sind, wollten wir auch keinen Dritten Orden im eigentlichen Sinn gründen, sondern den Gläubigen eine Gemeinschaft in Form einer Sodalität anbieten. Seit dem Mittelalter waren diese Sodalitäten ein sehr traditionelles und wirksames Mittel zur Heiligung der Laien und Priester. Gegen den Trend der Zeit, haben diese Sodalitäten die aktuelle Dechristianisierung der Gesellschaft überlebt. So haben die Mitglieder der FSSP und der Konfraternität die Möglichkeit füreinander zu beten und sich gegenseitig zu stützen, mit der entsprechenden Ehrfurcht vor der jeweiligen Berufung des anderen.

Engagement – Nach fünf Jahren zählt die Konfraternität 3750 Mitglieder auf der ganzen Welt. Die Mitglieder (Katholiken, die mind. 14 Jahre alt sind) engagieren sich mit folgenden täglichen Verpflichtungen: 1) Ein Gesätz des Rosenkranzes für die Heiligung unserer Priester und für priesterliche Berufungen, und 2) das Gebet der Konfraternität. Außerdem lassen sie jährlich eine hl. Messe in dieser Intention lesen.
Ich möchte Sie ermutigen, die Verpflichtungen mit treuer Sorgfalt zu erfüllen. Falls Sie meinen den Verpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können, teilen Sie dies bitte Ihrem zuständigen Kaplan mit, damit wir unter unseren Mitgliedern keine „Karteileichen“ führen müssen. Ihre Verpflichtung endet sobald Ihnen Ihr Kaplan dies schriftlich bestätigt hat. Da wir überzeugt sind, dass jedes Mitglied den täglichen und jährlichen Pflichten nachkommt, bedeutet dies, dass täglich 3750 Rosenkranzgesätze sowie Konfraternitätsgebete in den Anliegen der Konfraternität verrichtet werden. Ebenso werden durchschnittlich mehr als 10 hl. Messen pro Tag gefeiert mit dem besonderen Ziel der gnadenhaften Unterstützung des priesterlichen Wirkens und für priesterliche Berufungen für unsere Gemeinschaft.

Die heilige Ernte Gottes – Liebe Freunde, der „Herr der Ernte“ hört auf Ihre Gebete! Unsere internationalen Seminare erfreuten sich in den letzten beiden Jahren an 49 und 44 Eintritten, somit haben wir insgesamt 162 Seminaristen – mehr als 80 in jedem Seminar. Während zahlreiche Ordensgemeinschaften und Diözesen dramatischen Schwankungen unterworfen sind, durften wir in unserer Gemeinschaft seit dem Jahr 2000 durchschnittlich jedes Jahr 12 Priester zur Weihe führen. Ohne Zweifel haben Ihr Eifer und Ihre Fürbitte als Mitglieder der Konfraternität St. Petrus dazu maßgeblich beigetragen. Natürlich beten, Gott sei Dank, auch außerhalb der Konfraternität viele gläubige Seelen für uns. Aber jene 3750 unter Ihnen tun dies aufgrund einer förmlichen Verpflichtung, was die Gnaden und Verdienste vermehrt.
Umgekehrt versichert Ihnen die Mitgliedschaft in der Konfraternität geistliche Vorzüge: Mit Ihrer Verpflichtung sind Sie unsere treuesten Wohltäter und sind dadurch in besonderer Weise in das Gebet unserer 392 Priester und Seminaristen hineingenommen. Jeden Monat wird eine hl. Messe in jedem Sprachraum für die Mitglieder der Konfraternität aufgeopfert. Gemäß unseren Kapazitäten und Ihren Erwartungen haben Sie die Möglichkeit zur Teilnahme an Einkehrtagen, Gebetsstunden oder Exerzitien. So möchte ich auch in Ihrem Namen den regionalen Kaplänen der Konfraternität danken, die neben ihrem örtlichen pastoralen Wirken sich für die Belange der Konfraternität einsetzen: P. James Fryar für den englischsprachigen Raum, P. François Pozzetto für die französischsprachigen Mitglieder und P. Stefan Reiner für die deutsch sprechenden.

Laienmitglieder und mehr -  An jenen Orten, wo die Petrusbruderschaft noch keine feste Niederlassung errichten konnte, bietet die Konfraternität den Mitgliedern, trotz ihrer Isolation, eine Möglichkeit, Mitglied unserer geistlichen Familie zu werden.  Wo die Bruderschaft sich bereits niedergelassen hat, zählen die Mitglieder der Konfraternität meist zu den treuesten Gläubigen in der Gemeinde.
Ich bitte Sie allerdings im Auge zu behalten, dass die Konfraternität nicht ausschließlich für Laien bestimmt ist. Von Beginn an war es unser Plan, auch geweihte Personen, Ordensleute oder Kleriker als Mitglieder in der Konfraternität zu haben. In Großbritannien z.B. gibt es unter den Konfraternitätsmitgliedern zehn Gemeindepfarrer. Die Priester und Ordensleute haben in der Konfraternität keine zusätzlichen Verpflichtungen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass Priestermitglieder der Konfraternität die jährlichen Messen selbst feiern und nicht woanders lesen lassen. Diese Priester, Ordensleute oder auch Seminaristen können sich in der Konfraternität einer gleichgesinnten geistlichen Familie anschließen, da sie in ihrem Wirkungskreis, mit ihrer Treue zur römischen Tradition oftmals alleine dastehen und an den Rand gedrängt sind. Sie bilden so einen Teil unserer priesterlichen Familie, unabhängig davon, ob sie erwägen der Petrusbruderschaft beizutreten oder nicht.
In den Statuten der Priesterbruderschaft St. Petrus, die am 29. Juni 2003 definitiv approbiert wurden, heißt es: „Um die Heiligung des Klerus zu fördern, bietet die Bruderschaft St. Petrus den Priestern die Möglichkeit von Exerzitien und Einkehrtagen an. Die Niederlassungen der Gesellschaft könnten als Sitz für Priestervereinigungen in Frage kommen, oder als Orte für die Herausgabe von Zeitschriften, die sich der Heiligung der Priester widmen. Die Gesellschaft will bereitwillig alten, gebrechlichen oder sich in Schwierigkeiten befindlichen Priestern behilflich sein.“ Es gibt keinen kirchenrechtlichen Grund, welcher Ordensmänner oder - frauen den Beitritt in die Konfraternität verwehren könnten. So möchte ich alle Konfraternitätsmitglieder ermutigen, interessierte Priester, Diakone oder Ordensleute die Konfraternität vorzustellen und zu empfehlen.

Information – Möglicherweise haben Ihre Eltern oder Freunde noch nichts von der Konfraternität gehört. Daher möchte ich Sie bitten, die Konfraternität bekannt zu machen und Interessenten an Ihren Konfraternitätskaplan zu verweisen. Ein gutes Mittel der Werbung sind die Faltblätter der Konfraternität sowie die Anmeldeformulare (online verfügbar auf www.konfratertinaet.eu), damit die Interessenten konkrete Informationen erhalten und Fragen stellen können. Da das Konfraternitätsgebet sich allgemein auf Berufungen und das priesterliche Wirken bezieht, können Sie auch gerne Ihrem Pfarrer vor Ort dieses Gebet nahelegen, auch wenn dieser kein Mitglied der Petrusbruderschaft oder der Konfraternität sein sollte, z.B. als Gebet während einer Sakramentsandacht, um den „Herrn der Ernte zu bitten, Arbeiter in Seine Ernte zu senden“ (Mt 9,38)

Abschließend -  Die Konfraternität St. Petrus ist ein einfacher und nur mit wenigen Verpflichtungen versehener Zusammenschluss, um die familiäre Bande unter den gläubigen Seelen sowie zu unserer heiligen Mutter der Kirche und zu unserem Herrn, durch das Wirken der Priesterbruderschaft St. Petrus, zu stärken.
Erlauben Sie mir die Gelegenheit dieses Schreibens auch zu nutzen, um Ihnen, als Mitglieder unserer geistlichen Familien, ein besonders wichtiges Anliegen ins Gebet zu empfehlen: Bitte beten Sie um einen segensreichen Verlauf unseres bevorstehenden Generalkapitels, welches in unserem amerikanischen Priesterseminar vom 3. bis 18. Juli 2012 stattfinden wird.

Ich danke Ihnen für Ihr großherziges Engagement und versichere Ihnen meine Gebete, ganz besonders am diesjährigen 23. Februar, dem fünften Jahrestag der Gründung unserer Konfraternität.

Im Gebet verbunden

P. Armand de Malleray FSSP
Generalkaplan der Konfraternität St. Petrus

22. Februar 2008: Erstes Jahresgedächtnis der Gründung

Papst Benedikt XVI. ermutigt die Konfraternitäten

Es war ein bewegendes Ereignis, als der Papst am Samstag, den 10. November 2007, Tausende von Mitgliedern zahlreicher italienischer Konfraternitäten und Bruderschaften auf dem Petersplatz in Rom begrüßte. Viele Gruppen präsentierten sich mit Fahnen, Mützen, Tüchern und den verschiedensten Abzeichen: ein lebhafter Ausdruck für die Vielzahl der verschiedenen Gaben und Charismen, die der Hl. Geist im mystischen Leib Jesu Christi erweckt, und darüber hinaus ist es auch ein Hinweis auf den Wert und die Aktualität der über 1700 Mitglieder zählenden Konfraternität St. Petrus.

Die Konfraternität St. Petrus besteht nun schon ein knappes Jahr, seit sie am 22. Februar 2007, dem Thronfest des hl. Apostels Petrus, gegründet wurde. Die Oberen der Priesterbruderschaft St. Petrus (FSSP) wollten eine Vereinigung für Gläubige gründen, die den Wunsch haben, sich in besonderer Weise geistlich mit unserem Institut zu verbinden. Die Initiative ging von zahlreichen Gläubigen auf der ganzen Welt aus, welche die Bruderschaft durch Gebet, Spenden und Opfer unterstützen und den Wunsch äußerten, ihre Verbundenheit mit den Priestern und dem Apostolat der Priesterbruderschaft St. Petrus durch einen formalen Zusammenschluß zu festigen.

Arbeiter für die Ernte

 Die Priesterbruderschaft St. Petrus umfaßt inzwischen 317 Priester und Priesteramtskandidaten. Seit dem Jahr 2000 haben wir dank der Gnade Gottes jedes Jahr durchschnittlich 13 neue Priester hinzugewonnen, d.h. seit acht Jahren jeden Monat einen weiteren Priester. Wenn auch die Priesterberufung vor allem eine Gnade Gottes ist, so wird sie doch begünstigt und genährt durch die Fürbitte in Familien, in Pfarreien, auf Wallfahrten, in Jugendgruppen, wo wir den Herrn um die in der ganzen Welt so dringend benötigten seeleneifrige Priester anflehen. Die Mitglieder der Priesterbruderschaft St. Petrus sind sich sehr wohl bewußt, was sie diesem vertrauensvollen und treuen Gebet verdanken.

Einige unter Ihnen, liebe Gläubige, die aufgrund des Alters, großer Entfernungen oder anderer Gründe nicht regelmäßig zu unseren hl. Messen kommen können, finden in der Konfraternität eine geeignete Einrichtung, um trotz allem an unserem Apostolat teilhaben zu können. Unter den Mitgliedern der Konfraternität befinden sich aber auch solche, die zwar für gewöhnlich nicht unser traditionelles Charisma in Anspruch nehmen, es aber nichtsdestoweniger für wertvoll halten und für die Neuevangelisierung in unserer Zeit stärken möchten, uns also helfen, der ganzen Kirche zu dienen. Im Gegenzug beten unsere Priester und Seminaristen mit besonderem Eifer für die Mitglieder der Konfraternität und deren Familien, nicht nur in den hl. Messen, welche die Mitglieder jährlich lesen lassen, sondern generell aufgrund der mitbrüderlichen Verbindung mit der Konfraternität: „Falls die Institute aber ihnen angeschlossene Vereinigungen von Gläubigen haben, sollen sie diese mit besonderer Sorge unterstützen, damit sie vom echten Geist ihrer Familie durchdrungen werden.“ (Kodex des katholischen Kirchenrechts CIC can. 677 §2).

Gemeinschaft der Heiligen

Die Konfraternität St. Petrus macht sich alle unsere Bedürfnisse und Bestrebungen zu eigen und läßt die Verdienste ihrer Mitglieder in jener Gemeinschaft der Heiligen, von der unser Glaubensbekenntnis spricht, fruchtbar werden. Dadurch, dass jemand (Getaufte ab dem 14. Lebensjahr) Mitglied der Konfraternität St. Petrus wird, bringt er seinen Wunsch zum Ausdruck, sein Gebet, durch die Verbindung in jener besonderen Familie, welche unsere Bruderschaft ist, inniger und fruchtbarer werden zu lassen. Diese Wahl schränkt keineswegs die Wirksamkeit von Gebet und persönlichem Opfer ein, sondern bringt diese vielmehr hervor und vereinigt sie zum Wohl des gesamten mystischen Leibes Christi, d.h. für die ganze Kirche.

Die Mitglieder der Konfraternität beten nicht nur für unsere Priester und Seminaristen, sondern auch für die anderen Mitglieder der Konfraternität St. Petrus. Zu dieser Stunde zählen wir 1604 Mitglieder aus allen Altergruppen und Lebenssituationen, in Europa (hier besonders in Deutschland, der deutschsprachigen Schweiz und in Österreich), in Afrika, in Amerika, in Asien und in Ozeanien. Jeden Tag opfern sie ein Gesetz des Rosenkranzes in den Anliegen der Konfraternität auf und verrichten ein besonderes Gebet für Berufungen.

Wie ermutigend kann es doch sein, wenn man sich inmitten der großen und kleinen Sorgen des Alltags sagen kann, daß 1700 weitere Mitglieder jederzeit in besonderer Weise auch für uns beten. Welcher Ansporn mag es auch sein zu wissen, dass wir wenn wir uns allein oder hilflos fühlen, doch im Laufe des Tages von so vielen Punkten der Erde aus gemeinsam und mit denselben Worten ein gemeinsames Gebet an den Himmel richten! Welche Freude ist es, wenn wir vielleicht schon hienieden erfahren dürfen, daß der Herr diesem Priester oder jenem Seminaristen, dieser Mutter oder jenem Heranwachsenden durch das Verdienst unserer täglichen Gebete geholfen hat. Mit welcher Dankbarkeit schließlich werden wir an unserem Lebensabend erkennen dürfen, daß unsere arme, unvollkommene und laue Seele ohne die Gebete der anderen Mitglieder der Konfraternität St. Petrus niemals solche Siege über Versuchungen und Fortschritte in der Tugend errungen hätte.

Alle Gnaden strömen uns von Christus durch Maria zu und finden ihren Weg zu unserer Seele über Christi Leib, welcher die Kirche ist. Durch das jährliche Meßopfer und durch die täglichen Gebete, zu denen sich die Mitglieder verpflichten (Gebet für Berufungen und ein Rosenkranzgesetz), verbindet die Konfraternität St. Petrus ihre Mitglieder immer enger mit Christus, dem Hohenpriester und Seiner Unbefleckten Mutter, wobei den Mitgliedern noch genug Freiraum für jegliche andere Andachtsform, zu der sie der Geist der Weisheit und der Liebe zusätzlich anregen mag, verbleibt. Unsere Mitglieder dürfen sich der gegenseitigen Hilfestellungen im geistlichen Fortschritt dankbar gewiss sein.

„Folgen Sie ihren Spuren!“

Schließen wir mit den Worten, die unser Heiliger Vater Benedikt XVI. vergangenen Monat an die italienischen Konfraternitäten gerichtet hat: «  […] ich ermutige Sie, die Initiativen und Aktivitäten Ihrer Konfraternitäten zu vervielfachen. Vor allem bitte ich Sie, Ihre Spiritualität zu pflegen und nach der Heiligkeit zu streben, und zwar nach den Vorbildern in der wahren christlichen Vervollkommnung, wie sie in der Geschichte der Konfraternitäten zu finden sind. Viele Ihrer Mitbrüder haben sich im Laufe der Jahrhunderte mutig und glaubensstark als aufrichtige und großmütige Arbeiter des Evangeliums ausgezeichnet, mithin bis zur Aufopferung ihres Lebens. Folgen Sie ihren Spuren! Heute ist es noch wichtiger, sich von einem wahrhaftigen asketischen und missionarischen Eifer leiten zu lassen, um den zahlreichen Herausforderungen der modernen Zeit zu begegnen. Möge die Mutter Gottes Sie beschützen und führen, und mögen Ihnen Ihre heiligen Patrone vom Himmel aus beistehen! […] »

P. Armand de Malleray, Seelsorger der gesamten Konfraternität St. Petrus
Am Freitag, 22. Februar 2008 vom Mutterhaus FSSP in Wigratzbad.