Konfraternität Sankt Petrus Brief des Generaloberen

Juni 2012: Bitte um Ihr Gebet für das Generalkapitel

Liebe Mitglieder der Konfraternität Sankt Petrus,

viele von Ihnen wissen sicherlich schon, dass die Priesterbruderschaft Sankt Petrus vom 3. bis 18. Juli ihr fünftes Generalkapitel abhalten wird.

Für das Leben und die Leitung unserer Bruderschaft ist das Generalkapitel alle sechs Jahre das wichtigste Ereignis, werden doch bei dieser Gelegenheit entscheidende Weichenstellungen für die Arbeit der kommenden Jahre vorgenommen. Die Kapitulanten wählen die Verantwortlichen, denen die Leitung der Gemeinschaft bis zum nächsten Kapitel anvertraut wird. Hier wird auch über das Eigenrecht, das heißt Vorschriften für die Tätigkeit der Bruderschaft, diskutiert, denn dies ist das eigentliche Arbeitsfeld des Generalkapitels. Nicht zuletzt ist es auch Aufgabe der Kapitulanten, allgemeine Festlegungen für die geistliche und materielle Entwicklung der Bruderschaft für die kommenden Jahre zu treffen.

Ein Beispiel für die Früchte des Generalkapitels ist die Konfraternität selbst: Vor sechs Jahren brachte eine Reihe von Priestern das Anliegen vor, für die Gläubigen eine konkrete Möglichkeit zu schaffen, sich geistlich mit dem Wirken unserer Gesellschaft apostolischen Lebens zu verbinden. Das Generalkapitel entsprach diesem Wunsch sehr zügig und schon bald darauf wurden die Gebete und Bedingungen für die Konfraternität bestätigt.

Nachdem ich die letzten sechs Jahre in verschiedensten Situationen mit unseren Priestern zusammengearbeitet habe, kann ich nur bestätigen, dass viele der Gnaden, die unsere Gemeinschaft in den letzten Jahren empfangen durfte, die Früchte Ihrer Gebete sind. In vorher nicht abzusehendem Maße haben wir uns auch der Unterstützung des Heiligen Vaters erfreuen dürfen. Gerade auch das Motu Proprio Summorum Pontificum hat das Interesse zahlreicher Diözesen an unserer Arbeit gefördert.

Auch das „Jahr der Priester“ (Juni 2009 – Juni 2010) hat uns einmal mehr die zentrale Stellung des heiligen Messopfers im Leben der Priester in Erinnerung gerufen. Deshalb muss jeden Tag das Opfer Christi das ganze Sein der Priester immer mehr durchformen. Auch Dank der Gebete und Opfer der Mitglieder der Konfraternität konnten wir in den letzten Jahren mehr als einhundert Diözesanpriester und Ordensgeistliche darin schulen, die Heilige Messe in der „außerordentlichen Form“ zu zelebrieren. Leider werden wir erst in der Ewigkeit erfahren, wie oft die Gebete der Konfraternität den Priestern unserer Gemeinschaft Hilfe und Stütze waren. Neben all den anderen Tugenden benötigen wir in unserem Leben besonders die Gnade der Geduld, Beharrlichkeit und Weisheit, auf dass wir wirklich ‚in der Wahrheit geheiligt‘ werden. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass wir vom Herrn ‚denselben Geist‘ empfangen dürfen, ‚den Er Seinen Aposteln verliehen hat‘, damit derselbe Geist uns in allem Ihm, Christus, gleichgestalte.

Weil ich auf Ihre wirksame Fürsprache vertraue, möchte ich Sie als Mitglieder der Konfraternität ganz besonders in den kommenden Wochen vor und während des Generalkapitels um Ihr Gebet und Opfer bitten. Um uns bei diesem für die Gemeinschaft so wichtigen Ereignis ganz der Führung des Heiligen Geistes anzuempfehlen, werden wir das Generalkapitel mit einem Einkehrtag beginnen, der von Bischof Fabian Bruskewitz, Diözese Lincoln (Nebraska), und Prälat Guido Pozzo von der päpstlichen Kommission Ecclesia Dei gepredigt werden wird. Wir werden auch eine Reihe von Ordensgemeinschaften bitten, während dieser Zeit in diesem Anliegen für uns zu beten. Aber wir setzen ganz besonders auf die Gebete der Konfraternität! Seien Sie bereits jetzt unseres aufrichtigen Dankes versichert und möge unser gemeinsamer Patron, der heilige Petrus für uns alle Fürsprache am göttlichen Throne halten.

Sub Petro

H. H. P. John Berg
Generaloberer FSSP.